1. CD – „Abargau nüd vorgeasso“:

Die erste CD "abargau nüd vorgeasso" war ein voller  Erfolg, unter anderem wurde sie in den "Spielräumen" in Ö1 vorgestellt und auch in die "Best of 2006"  aufgenommen.
Die Kooperation mit dem "Netz für Kinder", dem der Gesamterlös der ersten Auflage zukam, stellte sich als Glücksfall heraus. Nur durch den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter des "Netz für Kinder" konnte der Verkauf und Vertrieb der CD in Eigenregie bewältigt werden. Bis auf wenige Restexemplare ist die erste CD ausverkauft.

„Abargau nüd vorgeasso“ – Inhalt:

01   WIDELE WEDELE:     trad. Volkslied / Bearbeitung Armin Bonner
Die schwäbische Antwort auf die im Jazz als „Rhythm Changes“ beliebte Akkordfolge. Während „Widele Wedele“ bereits 1809 in „des Knaben Wunderhorn“ Erwähnung findet, ist die diesem Stück ohne weiteres unterlegbare Akkordfolge im Jazz erst 1930 durch George Gershwin mit dem namensgebenden Stück „I got Rhythm“ aufgetaucht. Diese Akkordfolge ist Grundlage für eine  Vielzahl von Jazzstandards.

02   IN MUATTER´S STÜBELE:     trad. Volkslied / Bearbeitung Armin Bonner
Der Blues ist hier stilgebendes Mittel. Der Text ist in diesem Zusammenhang insofern einzigartig, als der „Durchzug“ oder auch „hmhmhm“ unverständlicherweise im amerikanischen Blues keine nennenswerte Bedeutung erlangt hat.

03   HEISSA REINERLE:     trad. Volkslied / Bearbeitung Michael Fetz
… ist eine psychotherapeutische Übung eines ungenannt bleiben wollenden Bandmitgliedes - er spielt Baß. Der Umstand, dass er dieses Lied in seiner Schulzeit „hinderschevürsche“ auswendig lernen musste, wirkt offenbar noch Jahrzehnte nach. Die gegenständliche Bearbeitung ist ein Versuch der Aufarbeitung dieses traumatischen Erlebnisses.

04   FAHR MR NO A KLELE:     trad. Volkslied / Bearbeitung Armin Bonner
Der Bossa Nova als stilgebendes musikalisches Untergestell gibt diesem Volkslied eine hitverdächtig Note.

05   GUTEN ABEND GUTE NACHT:     trad. Volkslied / Bearbeitung Johannes Bär
Durch Reharmonisierung wurde dieses Schlaflied zur Jazzballade.

06   OHODLBERG:   Oho Voradlberg / Sweet Georgia Brown / Bearbeitung Armin Bonner
Die Banalität aktueller Schlagertexte  einerseits und der „Vorarlberger Sparsinn“ andererseits standen Pate für diese Bearbeitung. Zuerst wurde der ursprüngliche Text auf das zum Verständnis gerade nicht mehr Nötige reduziert. Danach wurden, im Sinne der guten Vorarlberger Tugend, dass man nichts wegwirft, was man vielleicht noch irgendwann brauchen könnte, die  ausgemerzten Worte im Sinne einer „Recycling-Strophe“ wieder zusammengefügt. Dadurch wurde ein an Banalität nicht zu übertreffendes Ergebnis erzielt. Die Melodie eines bekannten Jazzstandards macht aus der seinerzeit „heimlichen Landeshymne“ einen swingenden Schlager.

07   STRUOBOBUOBO:     trad. Volkslied / Bearbeitung Johannes Bär
Die Textzeile „ strubobuobo silbergrau” und “sind fein versponna“ war für dieses Arrangement maßgebend. Die Stimmführung der einzelnen Instrumente ist demzufolge gleichsam „versponnen“.                  

08   GRÜASS DI GOTT MI SUBRS LÄNDLE:     trad. Volkslied / Bearbeitung Johannes Bär
Das eigenwillige vierstimmige Arrangement könnte auch auf einen respektlosen Umgang mit heimischem Liedgut hindeuten. Das genaue Gegenteil ist der Fall...

09   O HOAMATLE:     trad. Volkslied / Bearbeitung Armin Bonner
Erst durch die rhythmische Akzentuierung erhält dieses Lied die Leidenschaftlichkeit, die es verdient. Es ist das Lieblingslied unserer Sängerin.

10   UFFOR KANISFLUO:    trad. Volkslied / Bearbeitung Silberdisteln
Die instrumentale Version des beliebten „Wälder Volksliedes“. Die unprofessionelle Gesangseinlage am Ende des Stückes war unbeabsichtigt und entsprang der unbändigen Spielfreude.

11 ODE AN DEN GUTEN GESCHMACK:     trad. Volkslied / Bearbeitung Armin Bonner
 Der Vorliebe der Silberdisteln für heimischen Gerstensaft entsprang diese, in Abänderung eines bekannten Weihnachtsliedes entstandene Huldigung. Bemerkenswert ist der rückhaltlose Stimmeinsatz der Instrumentalisten.